Gottesdienst-Livestreams: Tipps für die perfekte Gemeindeseite
Gottesdienst-Livestreams haben sich als wertvolles Instrument erwiesen, um Gemeindemitglieder zu erreichen, die nicht persönlich anwesend sein können. Eine gut gestaltete Gemeindeseite spielt dabei eine zentrale Rolle, um den Livestream effektiv bereitzustellen und die Gemeinde einzubinden. In diesem Blogbeitrag werden die wichtigsten Aspekte beleuchtet, die bei der Integration von Gottesdienst-Livestreams auf der Gemeindeseite zu beachten sind.
Wie integriert man einen Gottesdienst-Livestream benutzerfreundlich auf der Gemeindeseite?
Die benutzerfreundliche Integration eines Gottesdienst-Livestreams auf der Gemeindeseite erfordert sorgfältige Planung und Umsetzung. Ziel ist es, den Gläubigen einen einfachen Zugang zu ermöglichen und gleichzeitig rechtliche sowie technische Aspekte zu berücksichtigen.
Auswahl der Streaming-Plattform
Wählen Sie eine geeignete Plattform für den Livestream, die sowohl für die Gemeinde als auch für die Zuschauer leicht zugänglich ist. YouTube bietet den Vorteil, dass Zuschauer keinen Account benötigen und der Stream einfach in die Gemeindeseite eingebettet werden kann.
Technische Umsetzung
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Einbettung des Streams: Nutzen Sie den von der Streaming-Plattform bereitgestellten Einbettungscode, um den Livestream direkt auf der Gemeindeseite anzuzeigen. Dies ermöglicht den Zuschauern, den Gottesdienst ohne Umwege zu verfolgen.
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Benutzerfreundliche Platzierung: Positionieren Sie den Livestream prominent auf der Startseite oder einer leicht zugänglichen Unterseite, um den Zugang zu erleichtern.
Rechtliche Aspekte
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Urheberrechte: Stellen Sie sicher, dass für die im Livestream verwendete Musik und andere urheberrechtlich geschützte Inhalte entsprechende Lizenzen vorliegen. Beachten Sie dabei aktuelle Vereinbarungen mit Verwertungsgesellschaften wie der GEMA.
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Datenschutz: Informieren Sie die Gottesdienstbesucher deutlich über die Live-Übertragung und richten Sie Bereiche ein, die nicht gefilmt werden, um den Datenschutz zu gewährleisten.
Interaktive Elemente
Ermöglichen Sie den Zuschauern, aktiv am Gottesdienst teilzunehmen, indem Sie Funktionen wie Live-Chats oder Kommentarfunktionen integrieren. Dies fördert das Gemeinschaftsgefühl und die Partizipation.
Durch die Berücksichtigung dieser Aspekte schaffen Sie eine benutzerfreundliche und rechtlich abgesicherte Integration des Gottesdienst-Livestreams auf Ihrer Gemeindeseite.
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Welche rechtlichen Aspekte sind bei Gottesdienst-Livestreams zu beachten?
Beim Livestreaming von Gottesdiensten sind verschiedene rechtliche Aspekte zu berücksichtigen, um sowohl die Rechte der Beteiligten als auch gesetzliche Vorgaben einzuhalten.
Urheberrechte:
Die Nutzung von Musikwerken während des Livestreams erfordert besondere Aufmerksamkeit. Für Kirchengemeinden bestehen Pauschalverträge mit der GEMA, die die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik in Gottesdiensten abdecken. Diese Vereinbarungen wurden bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und erlauben die zeitgleiche und zeitversetzte Wiedergabe von Musikwerken in Online-Gottesdiensten auf Gemeindewebseiten, ohne dass eine individuelle Lizenzierung bei der GEMA erforderlich ist.
Bei der Verwendung von Noten und Liedtexten ist zu beachten, dass die Regelung zur Nutzung von Noten und Liedtexten der VG Musikedition in Livestreams und Onlinevideos bis zum 31. Dezember 2025 verlängert wurde. Die vorherige "72-Stunden-Regelung" besteht nicht mehr, sodass Videos mit Noten und Liedtexten vorerst bis zum 31. Dezember 2025 online bleiben können.
Persönlichkeitsrechte und Datenschutz:
Die Abbildung von Personen im Livestream berührt deren Persönlichkeitsrechte. Gemäß § 22 des Kunsturheberrechtsgesetzes (KUG) dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Es ist daher erforderlich, von allen sichtbaren Akteuren (z. B. Amtsträger, Musiker) eine schriftliche Einwilligung einzuholen. Bei minderjährigen Beteiligten ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten notwendig.
Um die Privatsphäre der Gottesdienstbesucher zu schützen, sollten Kameraführungen so gestaltet werden, dass einzelne Besucher nicht im Fokus stehen. Es empfiehlt sich, übertragungsfreie Bereiche einzurichten und die Gemeinde durch gut sichtbare Hinweise über die Aufzeichnung oder Übertragung zu informieren.
Rundfunklizenz:
Grundsätzlich können Livestreams unter den Rundfunkbegriff fallen und somit einer Zulassungspflicht unterliegen. Allerdings benötigen Programme, die im Durchschnitt innerhalb von sechs Monaten weniger als 20.000 gleichzeitige Nutzer erreichen, keine Rundfunklizenz. Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Veranstalter, dies zu prüfen und gegebenenfalls eine Anmeldung bei der zuständigen Landesmedienanstalt vorzunehmen.
Durch die Beachtung dieser rechtlichen Aspekte können Kirchengemeinden sicherstellen, dass ihre Gottesdienst-Livestreams den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und die Rechte aller Beteiligten gewahrt bleiben.
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Technische Anforderungen für qualitativ hochwertige Gottesdienst-Livestreams
Um qualitativ hochwertige Gottesdienst-Livestreams zu gewährleisten, sind mehrere technische Aspekte zu berücksichtigen:
Kameraauswahl und -positionierung
Eine Kamera mit hoher Auflösung, wie eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder ein hochwertiges Smartphone, ist essenziell. Die Kamera sollte auf einem stabilen Stativ positioniert werden, um Verwacklungen zu vermeiden. Die Platzierung sollte so gewählt werden, dass alle relevanten Akteure und Elemente des Gottesdienstes sichtbar sind. Eine mittige Positionierung mit ausreichendem Abstand zum Altar wird empfohlen.
Beleuchtung
Eine gute Ausleuchtung ist entscheidend für die Bildqualität. Die Kirchenbeleuchtung im Altarraum sollte vollständig eingeschaltet sein. Zusätzliche Lichtquellen, wie Softboxen oder LED-Leuchten, können eingesetzt werden, um Schatten zu minimieren und eine gleichmäßige Ausleuchtung zu gewährleisten.
Audioqualität
Ein klarer und verständlicher Ton ist für den Livestream unerlässlich. Die Verwendung externer Mikrofone, wie Lavalier- oder Richtmikrofone, verbessert die Tonqualität erheblich. Diese sollten möglichst nah an den Sprechern positioniert werden. Falls mehrere Mikrofone genutzt werden, ist ein Mischpult empfehlenswert, um die verschiedenen Tonquellen optimal abzustimmen.
Internetverbindung
Eine stabile und schnelle Internetverbindung ist für den Livestream erforderlich. Ein Upload von mindestens 3 Mbit/s wird empfohlen, besser sind 5 Mbit/s für HD-Qualität. Eine kabelgebundene Verbindung ist vorzuziehen, da WLAN oder Mobilfunk zu Verbindungsabbrüchen führen können.
Streaming-Plattform und Software
Die Wahl der passenden Streaming-Plattform, wie YouTube oder Facebook Live, hängt von den Bedürfnissen der Gemeinde ab. Für die Übertragung kann Software wie OBS Studio oder Wirecast genutzt werden, die Funktionen wie das Einblenden von Texten oder das Umschalten zwischen Kameras ermöglichen.
Testläufe und Vorbereitung
Vor dem eigentlichen Livestream sollten umfassende Tests durchgeführt werden, um technische Probleme zu identifizieren und zu beheben. Dazu gehört die Überprüfung der Kameraeinstellungen, der Tonqualität und der Internetverbindung. Ein Probelauf hilft, den Ablauf zu optimieren und sicherzustellen, dass alle Komponenten reibungslos funktionieren.
Durch sorgfältige Planung und Berücksichtigung dieser technischen Anforderungen kann ein hochwertiger Gottesdienst-Livestream realisiert werden, der den Zuschauern ein ansprechendes und störungsfreies Erlebnis bietet.
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Interaktive Funktionen: Wie fördert man die Beteiligung der Gemeinde während des Livestreams?
Um die Beteiligung der Gemeinde während des Livestreams zu fördern, können verschiedene interaktive Funktionen implementiert werden. Diese ermöglichen es den Zuschauern, aktiv am Gottesdienst teilzunehmen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Chat-Funktionen: Durch die Integration von Live-Chats können Gemeindemitglieder während des Gottesdienstes Fragen stellen, Anmerkungen teilen oder Gebetsanliegen äußern. Dies fördert den direkten Austausch und ermöglicht es, auf die Bedürfnisse der Zuschauer einzugehen.
Interaktive Umfragen: Der Einsatz von Tools wie Mentimeter ermöglicht es, während des Gottesdienstes Umfragen durchzuführen. So können beispielsweise Meinungen zu bestimmten Themen eingeholt oder gemeinschaftliche Entscheidungen getroffen werden.
Digitale Fürbitten: Zuschauer können ihre Gebetsanliegen über den Chat oder spezielle Formulare einreichen, die dann im Gottesdienst berücksichtigt werden. Dies stärkt das Gefühl der Verbundenheit und zeigt, dass die Anliegen der Online-Gemeinde ernst genommen werden.
Virtuelles Kirchenkaffee: Nach dem Gottesdienst kann ein virtueller Raum, beispielsweise über Zoom, eingerichtet werden, in dem sich Gemeindemitglieder austauschen und Gemeinschaft pflegen können. Dies simuliert das traditionelle Beisammensein nach dem Gottesdienst und fördert den sozialen Austausch.
Feedback-Formulare: Durch die Bereitstellung von Online-Formularen können Zuschauer Rückmeldungen zum Gottesdienst geben, Verbesserungsvorschläge machen oder ihre Eindrücke teilen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Livestream-Angebote.
Die Implementierung dieser interaktiven Funktionen kann dazu beitragen, die Online-Gemeinde stärker in den Gottesdienst einzubinden und das Gemeinschaftsgefühl trotz physischer Distanz zu erhalten.
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Archivierung von Gottesdienst-Livestreams: Best Practices für die Gemeindeseite
Die Archivierung von Gottesdienst-Livestreams auf der Gemeindeseite erfordert sorgfältige Planung, um sowohl rechtliche Vorgaben einzuhalten als auch den Gemeindemitgliedern einen nachhaltigen Zugang zu den Inhalten zu ermöglichen.
Rechtliche Aspekte:
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Urheberrecht: Beim Bereitstellen von Aufzeichnungen ist sicherzustellen, dass alle verwendeten Musikstücke und Texte urheberrechtlich abgedeckt sind. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat Vereinbarungen mit der GEMA getroffen, die die Nutzung von Musik in Online-Gottesdiensten bis zum 31.12.2026 regeln. Es ist jedoch wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob diese Vereinbarungen noch gültig sind und ob sie die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde abdecken.
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Datenschutz: Personen, die in den Aufzeichnungen erkennbar sind, müssen über die Aufzeichnung informiert werden und ihr Einverständnis geben. Dies gilt insbesondere für Mitwirkende und Besucher, die deutlich im Bild erscheinen. Es empfiehlt sich, am Eingang der Kirche gut sichtbare Hinweise auf die Aufzeichnung anzubringen und Bereiche auszuweisen, die nicht gefilmt werden.
Technische Umsetzung:
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Plattformwahl: Die Auswahl der Plattform für die Archivierung sollte auf die Bedürfnisse der Gemeinde abgestimmt sein. YouTube bietet beispielsweise die Möglichkeit, Videos einfach einzubetten und erreicht ein breites Publikum. Allerdings sollten die Datenschutzbestimmungen der Plattform beachtet werden.
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Qualitätssicherung: Eine gute Audio- und Videoqualität ist entscheidend für die spätere Nutzung der Aufzeichnungen. Es ist ratsam, vor der Veröffentlichung Tests durchzuführen und sicherzustellen, dass die Inhalte klar und verständlich sind.
Best Practices:
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Transparenz: Informieren Sie die Gemeinde regelmäßig über die Verfügbarkeit und den Zweck der archivierten Gottesdienste.
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Zugänglichkeit: Stellen Sie sicher, dass die Aufzeichnungen leicht auf der Gemeindeseite zu finden sind und auf verschiedenen Geräten problemlos abgespielt werden können.
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Aktualität: Überprüfen Sie regelmäßig die archivierten Inhalte und entfernen Sie veraltete oder nicht mehr relevante Aufzeichnungen, um die Übersichtlichkeit zu wahren.
Durch die Beachtung dieser Punkte kann die Gemeinde ihren Mitgliedern einen wertvollen Service bieten und gleichzeitig rechtliche und technische Herausforderungen meistern.
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Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie kann die Gemeindeseite für ältere Mitglieder zugänglich gestaltet werden?
Um die Gemeindeseite für ältere Mitglieder zugänglicher zu gestalten, sollten folgende Maßnahmen berücksichtigt werden:
1. Klare und intuitive Navigation:
Eine übersichtliche Menüführung mit gut sichtbaren Buttons und eindeutigen Beschriftungen erleichtert die Orientierung. Vermeiden Sie komplexe Dropdown-Menüs und setzen Sie auf eine konsistente Struktur.
2. Lesefreundliche Typografie:
Verwenden Sie gut lesbare, serifenlose Schriftarten wie Arial oder Verdana in ausreichender Größe (mindestens 16 Pixel). Ein Zeilenabstand von mindestens 1,5-facher Schriftgröße verbessert die Lesbarkeit zusätzlich.
3. Kontrastreiche Farbgestaltung:
Ein hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund erleichtert das Lesen. Achten Sie darauf, dass der Farbkontrast den WCAG-Richtlinien entspricht (mindestens 4,5:1 für normalen Text).
4. Vermeidung von Reizüberflutung:
Reduzieren Sie die Anzahl von Pop-ups, Animationen und automatischen Medienwiedergaben. Ein ruhiges und aufgeräumtes Design hilft, die Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Inhalte zu lenken und Überforderung zu vermeiden.
5. Einfache und verständliche Sprache:
Verwenden Sie klare, kurze Sätze und vermeiden Sie Fachjargon oder komplizierte Formulierungen. Dies erleichtert das Verständnis und erhöht die Benutzerfreundlichkeit.
6. Barrierefreie Medieninhalte:
Stellen Sie sicher, dass alle Bilder mit aussagekräftigen Alternativtexten versehen sind und Videos Untertitel oder Transkripte bieten. Dies ermöglicht auch Nutzern mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen den Zugang zu den Inhalten.
7. Tastaturfreundliche Bedienung:
Sorgen Sie dafür, dass alle interaktiven Elemente der Website vollständig per Tastatur bedienbar sind. Ein sichtbarer Fokusindikator hilft dabei, den aktuellen Navigationspunkt zu erkennen.
8. Vertrauensbildende Elemente:
Zeigen Sie deutlich Ihre Kontaktdaten, Impressum und Datenschutzerklärung an. Kundenbewertungen und Gütesiegel können zusätzliches Vertrauen schaffen.
9. Anpassbare Inhalte:
Bieten Sie Funktionen an, mit denen Nutzer die Schriftgröße oder den Kontrast individuell anpassen können. Viele ältere Menschen bevorzugen größere Schriftarten und einen hohen Farbkontrast, um Inhalte besser erkennen zu können.
10. Optimierte Formulare:
Formulare sollten übersichtlich und kurz gehalten werden. Jedes Feld sollte klar benannt und fehlerhafte Eingaben deutlich gekennzeichnet sein.
Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen wird die Gemeindeseite benutzerfreundlicher für ältere Mitglieder und fördert deren aktive Teilnahme am Gemeindeleben.
Welche Datenschutzbestimmungen gelten für Gottesdienst-Livestreams?
Für die Live-Übertragung von Gottesdiensten gelten spezifische Datenschutzbestimmungen, die den Schutz personenbezogener Daten der Teilnehmenden sicherstellen sollen. Da es sich bei Bild- und Tonaufnahmen um personenbezogene Daten handelt, ist eine sorgfältige Handhabung erforderlich.
Einwilligung und Information:
Personen, die im Livestream erkennbar sind, müssen über die Übertragung informiert werden und ihre Einwilligung geben. Dies betrifft insbesondere liturgisch handelnde Personen wie Priester, Lektoren, Ministranten und Musiker. Bei Minderjährigen ist zusätzlich die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Es wird empfohlen, diese Einwilligungen schriftlich einzuholen.
Hinweisschilder und kamerafreie Zonen:
An den Eingängen sollten gut sichtbare Hinweise auf die Live-Übertragung angebracht werden. Zudem ist es ratsam, Bereiche einzurichten, die nicht von Kameras erfasst werden, um denjenigen, die nicht gefilmt werden möchten, eine Teilnahme zu ermöglichen.
Kameraführung:
Die Kameraführung sollte so gestaltet sein, dass die Privatsphäre der Gottesdienstbesucher gewahrt bleibt. Nahaufnahmen von Einzelpersonen oder das Filmen sensibler Momente, wie des Kommunionempfangs, sollten vermieden werden.
Speicherdauer und Löschung:
Aufzeichnungen von Gottesdiensten sollten nur so lange gespeichert werden, wie es für den Zweck erforderlich ist. Es wird empfohlen, die Speicherdauer im Vorfeld festzulegen und die Aufnahmen anschließend zu löschen.
Urheberrechte:
Bei der Verwendung von Musik, Liedtexten oder Bildern im Livestream müssen die Urheberrechte beachtet werden. Es ist sicherzustellen, dass entsprechende Lizenzen vorliegen oder gemeinfreie Werke verwendet werden.
Durch die Beachtung dieser Vorgaben kann die Live-Übertragung von Gottesdiensten datenschutzkonform gestaltet werden.
Welche technischen Voraussetzungen sind für einen stabilen Livestream erforderlich?
Für einen stabilen Livestream sind folgende technische Voraussetzungen entscheidend:
1. Leistungsstarker Computer:
- Prozessor (CPU): Mindestens ein moderner Quad-Core-Prozessor, besser ein Sechs-Kern-Prozessor, um das Encoding und Streaming in Echtzeit zu bewältigen.
- Arbeitsspeicher (RAM): Mindestens 8 GB, idealerweise 16 GB, um eine reibungslose Verarbeitung zu gewährleisten.
- Grafikkarte (GPU): Eine dedizierte Grafikkarte kann die CPU entlasten und die Streaming-Qualität verbessern.
2. Stabile Internetverbindung:
- Upload-Geschwindigkeit: Für 720p-Streams mindestens 5 Mbit/s, für 1080p-Streams mindestens 10 Mbit/s.
- Verbindungsart: Eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung ist stabiler als WLAN und daher vorzuziehen.
3. Hochwertige Kamera:
- Webcam: Für Einsteiger eignet sich eine Full-HD-Webcam wie die Logitech C920.
- Professionelle Kameras: Für höhere Ansprüche können DSLR- oder spiegellose Kameras mit HDMI-Ausgang verwendet werden.
4. Externes Mikrofon:
- Qualität: Ein externes Mikrofon, z. B. ein Kondensatormikrofon, sorgt für klaren und professionellen Ton.
5. Beleuchtung:
- Lichtquellen: Softboxen oder LED-Panels verbessern die Ausleuchtung und verhindern Schattenbildung.
6. Streaming-Software:
- Programme: Kostenlose Software wie OBS Studio ermöglicht die Übertragung und Verwaltung des Streams.
Durch die Kombination dieser Komponenten wird ein stabiler und qualitativ hochwertiger Livestream ermöglicht.
Wie kann die Gemeinde während des Livestreams interaktiv eingebunden werden?
Um die Gemeinde während eines Livestreams interaktiv einzubinden, können verschiedene Methoden eingesetzt werden:
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Live-Chat-Funktion: Ermöglichen Sie den Zuschauern, während des Streams Fragen zu stellen und Kommentare abzugeben. Dies fördert den direkten Austausch und erhöht die Beteiligung.
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Zuschaltung von Gemeindemitgliedern: Binden Sie Gemeindemitglieder aktiv ein, indem Sie sie während des Livestreams zuschalten, um Fragen zu beantworten oder Themen zu diskutieren.
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Interaktive Elemente wie Umfragen oder Quizze: Integrieren Sie Umfragen oder Quizze, um die Meinungen der Zuschauer einzuholen oder ihr Wissen zu testen. Dies hält die Aufmerksamkeit hoch und macht den Livestream lebendiger.
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Einbindung von Social Media: Fordern Sie die Gemeinde auf, Bilder oder Beiträge mit einem spezifischen Hashtag in sozialen Netzwerken zu teilen. Diese können dann während des Livestreams präsentiert werden, um die Gemeinschaft zu stärken und die Reichweite zu erhöhen.
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Gewinnspiele: Organisieren Sie während des Livestreams Gewinnspiele, bei denen die Zuschauer durch aktive Teilnahme Preise gewinnen können. Dies motiviert zur aktiven Beteiligung und hält die Zuschauer engagiert.
Bei der Umsetzung dieser interaktiven Elemente ist es wichtig, die technischen Möglichkeiten der verwendeten Plattform zu berücksichtigen und sicherzustellen, dass alle Funktionen reibungslos funktionieren. Zudem sollten datenschutzrechtliche Aspekte beachtet werden, insbesondere wenn personenbezogene Daten verarbeitet oder gespeichert werden.
Wie lange sollten aufgezeichnete Gottesdienste auf der Gemeindeseite verfügbar sein?
Die Verfügbarkeit aufgezeichneter Gottesdienste auf der Gemeindeseite hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter urheberrechtliche Bestimmungen, Datenschutz und liturgische Überlegungen.
Urheberrechtliche Aspekte:
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat mit der GEMA und der VG Musikedition Vereinbarungen getroffen, die die Nutzung von Musikwerken in Online-Gottesdiensten regeln. Bis zum 31. Dezember 2026 ist die zeitgleiche und zeitversetzte Wiedergabe von Musikwerken in Online-Gottesdiensten auf Gemeindewebseiten möglich, ohne dass es einer individuellen Lizenzierung bei der GEMA bedarf. Für Noten und Liedtexte der VG Musikedition gilt eine ähnliche Regelung bis zum 31. Dezember 2025. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Bereitstellen von Downloads weiterhin nicht erlaubt ist; zulässig ist nur die Einbindung in die Videos.
Datenschutz:
Das Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (DSG-EKD) erlaubt die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten, sofern die Teilnehmenden über Art und Umfang der Aufzeichnung informiert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Interesse an der nicht überwachten Teilnahme am Gottesdienst besonders schutzwürdig ist. Daher sollte die Abrufdauer der Aufzeichnungen dem Datenschutz angemessen sein.
Liturgische Überlegungen:
Die Deutsche Bischofskonferenz weist darauf hin, dass eine intentionale Teilnahme an einem aufgezeichneten Gottesdienst nicht mehr möglich ist. Eine solche Ausstrahlung verliert den gottesdienstlichen Charakter zugunsten einer religiösen Dokumentations- oder Informationssendung. Daher sollte eine Aufzeichnung, wenn sie bereitgestellt wird, ausdrücklich als solche gekennzeichnet sein.
Empfehlung:
Angesichts dieser Aspekte wird empfohlen, aufgezeichnete Gottesdienste nur für einen begrenzten Zeitraum auf der Gemeindeseite verfügbar zu machen. Ein Zeitraum von bis zu 72 Stunden nach der Live-Übertragung kann als angemessen betrachtet werden, um den Bedürfnissen der Gemeindemitglieder gerecht zu werden und gleichzeitig den rechtlichen und liturgischen Anforderungen zu entsprechen.
Checkliste zum Mitnehmen
Zwölf Punkte für eure Gemeindewebsite
Was auf eine Gemeindeseite gehört, in der Reihenfolge, in der Besucher danach suchen. Zum Abhaken, bevor ihr anfangt.
Vor dem ersten Angebot
- Wer pflegt die Seite in drei Jahren? (Name, nicht Rolle)
- Welche fünf Seiten braucht ihr wirklich?
- Wer liefert Texte, wer Fotos, bis wann?
- Gibt es Fotos, bei denen Einwilligungen fehlen?
- Auf wen laufen Domain und Verträge?
- Ist der laufende Betrieb im Haushalt eingeplant?
- Gottesdienstzeit und Adresse im oberen Drittel der Startseite
- Wie man ankommt: Parkplätze, Eingang, Barrierefreiheit
Die vollständige Fassung mit allen Punkten steht im PDF.
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Geschrieben von
Bernd Broschek BEd
Christlicher Webdesigner aus Kärnten, leitet eine Agentur mit vier Mitarbeitern und ein Hilfswerk in Uganda. Mehr über mich